Themenseite Jahr des Waldes

09.02.2011

Zürich beteiligt sich am Jahr des Waldes 2011

Die Zürcher Forstleute unterstützen das Uno-Jahr des Waldes mit einer ganzen Reihe interessanter Angebote und wollen so den Wald der Bevölkerung näher bringen.

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Bild: Marcus Ulber
Eichen in einem schneebedeckten Wald

Der Zürcher Wald ist in gutem Zustand. Davon profitieren wir alle. «Wir freuen uns über das Uno-Jahr des Waldes», sagt Kantonsforstingenieur Konrad Noetzli. «Es gibt uns die Chance, den Zürcherinnen und Zürchern zu zeigen, wie wertvoll der Zürcher Wald ist und wie wichtig es ist, ihn sorgfältig zu pflegen. Viele Leute denken, der Wald bleibe ganz von selbst so, wie er heute ist.»

Wichtige Funktionen und zahlreiche Herausforderungen – auch im Kanton Zürich

Weltweit bilden Wälder eine wichtige Lebensgrundlage des Menschen. Sie bieten Schutz vor Lawinen, Rutschungen, Bodenerosion und Hochwasser. Sie sind kostbare Trinkwasser-Reservoirs, liefern den hochwertigen Bau- und Werkstoff Holz und die CO2-neutrale, nachwachsende Holzenergie. Damit sichern die Wälder das Auskommen für viele und Nachhaltigkeit für uns alle. Auch für zahlreiche Tiere und Pflanzen bilden die Wälder einen unersetzlichen Lebensraum.

Als naturnaher Erholungsraum leisten die Wälder einen bedeutenden Beitrag für die Attraktivität des Wirtschaftsraumes Zürich. Verglichen mit den weltweiten Bedrohungen der Wälder geht es dem Zürcher Wald gut. Durch verschiedene Einflüsse unseres modernen Lebens und die intensive Beanspruchung der Grünräume steht er jedoch zunehmend unter Druck. Herausforderungen sind unter anderem die Luftbelastung, die Klimaerwärmung, der Erholungsdruck oder Absichten, den Wald anderweitig nutzbar zu machen. Dies erfordert ein verstärktes Bewusstsein um den unschätzbaren Wert des Waldes als Natur- und Kulturgut. Dessen Pflege setzt umsichtiges Planen und entschlossenes Handeln voraus. Denn nur eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sichert die Funktionen der Wälder im Dienst des Menschen – auch im Kanton Zürich. In der Verantwortung stehen die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer und der Forstdienst – aber auch wir alle als Waldnutzerinnen und -nutzer.

Für den Wald begeistern

Die für den Zürcher Wald zuständige kantonale Baudirektion, der Waldwirtschaftsverband Zürich und der Verband Zürcher Forstpersonal wollen im Uno-Jahr des Waldes die verantwortungsbewusste Pflege und Nutzung des Waldes in den Mittelpunkt zu stellen. «Wir alle können mit unserem persönlichen Verhalten etwas für den Wald tun, vor allem, wenn wir genug über ihn wissen», sagt Konrad Noetzli. In den Forstrevieren des Kantons sind zahlreiche Informations-Veranstaltungen für die lokale Bevölkerung geplant. «Am internationalen Tag des Waldes», dem 21. März 2011, sind die Medien zu einem Informationsanlass zum Thema «Nachhaltige Nutzung des Zürcher Waldes» eingeladen. Im Sommer erscheint zudem ein handlicher Exkursionsführer, der zu lehrreichen und überraschenden Entdeckungstouren durch die Zürcher Wälder einlädt.

Der Zürcher Wald
Der Kanton Zürich ist zu rund 30 Prozent mit Wald bedeckt. Der Wald prägt das Land-schaftsbild. Ohne ihn wäre der Kanton Zürich nicht so, wie wir ihn kennen und schätzen. Der Wald erfüllt wichtige Funktionen im Dienst der Zürcher Bevölkerung. So dienen 3 Prozent seiner Fläche vorrangig dem Schutz vor Naturgefahren, 50 Prozent sind vorwiegend für die Holznutzung da und rund 20 Prozent des Waldes werden zugunsten einer grossen Vielfalt an Tieren und Pflanzen speziell gepflegt. Überlagernd zu diesen Funktionen nutzt die Bevölkerung den Wald auf rund einem Drittel seiner Fläche intensiv als Naherholungsgebiet.
Wussten Sie, dass:
- Fast ein Drittel der Zürcher Kantonsfläche bewaldet ist?
- Die Waldfläche im Kanton Zürich – anders als in den Bergkantonen – nicht zunimmt?
- Der Kanton Zürich der drittgrösste Holzproduzent der Schweiz ist?
- Rund die Hälfte des Zürcher Waldes im Besitz von 18‘000 verschiedenen Eigentümern ist?
- Der Wald gemäss Gesetz allen Personen frei zugänglich ist?
- Nicht nur die Bergkantone, sondern auch der Kanton Zürich Schutzwälder hat?
- Unsere Wälder dank ihrer Reinigungs- und Filterwirkung das sauberste Trinkwasser liefern?
Schweizer Holzzeitung 2012
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