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Die Zürcher Schreinermeister haben sich auf Einladung des SVZ zum Frühjahrs-Branchentreffen zusammengefunden. Das Thema «Umweltschutz im Holzgewerbe» hat mit 45 Teilnehmern einen markanten Anmarsch ausgelöst.
Branchenlösung Umweltschutz
Im Februar ist der Verein «Vollzugsorganisation Umweltschutz im Holzgewerbe des Kantons Zürich» (VUH) gegründet worden. Im Jahr 2000 hat das AWEL den SVZ erstmals in Sachen Umweltschutz kontaktiert. In den ersten Jahren danach sind rund 40 umweltrelevante Betriebe erhoben worden. Seit gut einem Jahr hat das AWEL mit dem SVZ Gespräche geführt über eine mögliche «Branchenlösung Schreiner». In Anlehnung an das Modell der Maler ist der Rahmen für den Verein VUH festgesetzt worden – Umweltschutz im Holzgewerbe, Kontrolle durch die Branche.
Umsetzung
Die praktische Umsetzung sieht periodische Kontrollen vor, die nach Voranmeldung alle drei Jahre erfolgen werden, bei Beanstandungen sind entsprechende Nachkontrollen nötig. Ein paar neuralgische Punkte gilt es zu beachten: Den Güter-Umschlagplatz (GUP), das Lager, die Verarbeitung und schliesslich die Entsorgung.
Worauf ist im Detail zu achten?
Beim Güterumschlagplatz muss das Meteorwasser geschützt werden, idealerweise ist er möglichst klein und überdacht. Beim Lager an Lösungsmitteln, Ölen, Imprägniermitteln, Farben, Diesel, und andere gilt dies ebenfalls: Auffangwannen verhindern das Versickern und Einfliessen. Die Gebinde sind ordentlich, übersichtlich, dicht und sicher für Mensch und Umwelt aufzureihen und anzuschreiben. Für die Verarbeitung sind bauliche Massnahmen wie Spritzkabinen vorzusehen. Diese sind mit leistungsfähigen Filter- und Abluftanlagen auszurüsten, regelmässig zu kontrollieren und zu warten. Schliesslich sind für die Entsorgung Dokumente vorzulegen, die übrigens fünf Jahre aufzubewahren sind. Ein letzter Punkt betrifft das Abwasser: Bereits einfache Mittel wie ein Auffangbecken erlauben, eine grobe Trennung vorzunehmen – schwerere Stoffe setzen sich ab, anderes schwimmt an der Oberfläche und kann so abgeschöpft und entsorgt werden.
Wie geht es weiter?
Mit den Kontrollen beauftragt ist Markus Stalder . Fragen aus den Reihen der anwesenden Mitglieder zeigen, dass das AWEL bereits beim einen oder anderen Betrieb selber vorstellig geworden ist, was aber mit dem Aktiv-Werden des VUH hinfällig wird. Weshalb denn der Kanton Zürich diese Problematik früher in Angriff nehme als andere Kantone, wird noch gefragt. Gewässer- und Umweltschutz ist Sache der Kantone, was aber andererseits auch eine solche Branchenlösung möglich macht. Daniel Furrer vom VSSM wird jedenfalls den Denkanstoss mit zurück in den Zentralverband nehmen.
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