BAUEN & MODERNISIEREN (Altbau-Modernisierung)
Schweizer Messe für Neubau, Umbau, Renovation, schöner Wohnen mehr...
Eine Indigenendelegation aus Borneo prangerte an der Berner Tropenholzkonferenz die Zerstörung der Regenwälder und die Missachtung ihrer Landrechte durch die malaysische Regierung mit einer ganz speziellen Aktion an: Sie baute eine typische Nomadenhütte.
Gestern Nachmittag baute eine Gruppe von Indigenen aus Sarawak (Malaysia) auf dem Berner Gurten eine traditionelle Penan-Nomadenhütte aus dem Regenwald von Borneo. Mit dem Bau des Urwaldhauses protestieren die Penan gegen die Zerstörung ihres Lebensraums und die Missachtung ihrer Landrechte durch die malaysische Regierung. Es soll als Plattform für die Darstellung ihrer traditionellen Kultur und des Kampfes für ihre Landrechte dienen.
Heute Dienstag, 7. Juni 2011 wird die von der Schweiz mitfinanzierte Internationale Tropenholzorganisation ITTO (International Tropical Timber Organization) auf dem Gurten einen Bericht über den weltweiten Zustand der Tropenwälder veröffentlichen. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass sich die ITTO einseitig auf technische Fragen konzentriere und Hauptursachen der Tropenwaldzerstörung wie Korruption, illegale Abholzung und die in vielen Ländern ungelöste Frage der indigenen Landrechte ausser Acht lasse.
Auf Einladung des Bruno Manser Fonds wird auch der malaysische Landrechtsanwalt und Parlamentarier Baru Bian an der vom SECO organisierten ITTO-Konferenz teilnehmen. Bian vertritt über hundert Landrechtsfälle von Indigenen-Gemeinden aus Sarawak, darunter sieben mit Unterstützung des Bruno Manser Fonds eingereichte Landrechtsklagen von Penan, die eine Fläche von über 360 000 Hektaren Tropenwald umfassen.
Unterstützt werden die Penan durch die grüne Baselbieter Nationalrätin Maya Graf, den Bruno Manser Fonds und die Gesellschaft für bedrohte Völker. Graf bringt heute die Anliegen der Umwelt- und Menschenrechtsverbände in die ITTO-Konferenz ein.
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