BAUEN & MODERNISIEREN (Altbau-Modernisierung)
Schweizer Messe für Neubau, Umbau, Renovation, schöner Wohnen mehr...
Beat Diethelm-Stählin baute die Diga Möbel AG vom Zwei-Mann-Betrieb zu einem Unternehmen mit 220 Mitarbeitenden aus. Seine Geschäftsideen waren wegweisend. In Nepal finanzierte er Hilfsprojekte. Letzte Woche ist er im Alter von 86 Jahren am Dienstag verstorben.
1952 übernahm Beat Diethelm in Galgenen die väterliche Schreinerei mit zwei Angestellten. Heute zählt das Unternehmen Diga Möbel AG 220 Mitarbeitende. Der Erfolg wurde unter anderem möglich, weil Diethelm, der der Firma stets als Patron im positiven Sinne vorstand, 1968 ein neuartiges Vertriebssystem entwickelte. Bei kleinen und mittleren Schreinerein suchte er sich Partner, für die er in Galgenen eine Möbelausstellung baute. In dieser Fabrikausstellung konnten nicht nur Grossabnehmer, sondern auch Gewerbler zu Engros-Preisen einkaufen. Die Idee fand grossen Anklang, mittlerweile hat die Diga Möbel AG 500 Partner und neun Engros-Möbelzentren in der ganzen Schweiz.
Mit Galgenen blieb der Familienmensch Diethelm aber weiter verbunden, auch wenn dort nur bis 1985 Möbel produziert wurden. Die Zentralverwaltung blieb dort. Schon früh band Diethelm seine drei Kinder in den Betrieb ein, um ihnen 1999 die Gesamtverantwortung zu übergeben. Dass von seinen fünf Enkelkindern vier auch bereits in der Firma arbeiten, freute ihn. Die Familie war ihm immer sehr wichtig gewesen, für sie fand er stets Zeit.
Hilfe im Himalaya-Gebiet
In den 90er Jahren war er anlässlich einer Teppich-Einkaufsreise in Nepal mit der erbärmlichen Situation der dort lebenden Menschen konfrontiert. Diethelm war betroffen und rief als Mann der Tat die Stiftung «Helfen mit Herz» ins Leben. Diese Stiftung wird zum grössten Teil mit den Geldern der Familie Diethelm finanziert, alle Spesen und Unkosten übernimmt die Diga Möbel AG. Die Stiftung baute Wohnungen für die Teppichknüpfe r und errichtete Schulen und ein Kinderhilfswerk. Diethelm selber unternahm unzählige Reisen nach Nepal, wo er stets mit «Mister Beat» begrüsst wurde. Die letzte Reise dorthin unternahm er vor vier Wochen, als er bereits die Gewissheit hatte, unheilbar krank zu sein. Er wollte jedoch bei der Eröffnung der zweiten Etappe eines Berufsbildungszentrums dabei sein.
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