BAUEN & MODERNISIEREN (Altbau-Modernisierung)
Schweizer Messe für Neubau, Umbau, Renovation, schöner Wohnen mehr...
Der angeschlagene Holzverarbeiter Pfleiderer vermochte zwar im dritten Quartal 2011 den Umsatz und das operative Ergebnis zu steigern, bleibt aber wegen den hohen Sanierungskosten weiterhin in der Verlustzone.
Der schwer verschuldete deutsche Holzverarbeiter Pfleiderer ist noch nicht über den Berg, er macht aber operativ Fortschritte. So vermochte der Konzern den Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 7,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 892,8 Millionen Euro zu steigern. Von Juli bis September lag der Konzernumsatz bei 297,5 Millionen Euro, also knapp 5 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Wachstumstreiber war die Region Osteuropa sowie die hochwertigen Produkte wie zum Beispiel beschichtete Platten, für die die Preise in West- und Osteuropa in zweistelligem Prozentbereich zulegten, womit die weiterhin steigenden Rohstoffkosten kompensiert werden konnten.
Das Restrukturierungskonzept sah eine Reduzierung der hohen Verschuldung vor, etwa durch den Umtausch einer Hybrid-Anleihe in Erwerbsrechte auf Aktien. Dies hatte die Hauptversammlung beschlossen. Dagegen erhoben einzelne Aktionäre - darunter Schweizer - Klage, die in erster Instanz gutgeheissen wurde. Damit kämpft Pfleiderer weiterhin mit hohen Zinsbelastungen, was sich schlussendlich negativ auf das Geschäftsergebnis auswirkt. Darum schreibt Pfleiderer trotz Fortschritten weiterhin rote Zahlen. Mehr noch: Sollte das Gericht den Antrag von Pfleiderer auf Freigabe der Hauptversammlungsbeschlüsse nicht bis Ende Februar annehmen, bricht der Sanierungsplan zusammen und es droht die Insolvenz.
Das Unternehmen ist durch eine riskante Expansionsstrategie in die wirtschaftlich missliche Lage geraten und stellt einen der grössten Sanierungsfälle in Deutschland dar.
Ihr Kommentar zu diesem Artikel
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login