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23.05.2011 Susanna Vanek

«Markt wird ausser Kraft gesetzt»

Das Tiroler Unternehmen Egger überlegt, das Grosssägewerk in Domat/Ems im Rahmen des Konkursverfahrens zu kaufen – sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Unter anderem möchte Egger verbindliche zehnjährige Lieferverträge für Rundholz. Die Berner Waldbesitzer haben die letzte Woche verschickten Verträge geprüft und für nicht akzeptabel befunden. Der Geschäftsführer Stefan Flückiger erklärt, warum.

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Bild: Susanna Vanek
Ob Domat/Ems die Grosssägerei behält oder nicht, entscheidet sich am 27. Juni 2011, wenn eine Versteigerung das Konkursverfahren beendet.

Die Berner Waldbesitzer anerkennen das Bemühen der Bündner Regierung, das Grosssägewerk in Domat/Ems zu retten, betont Stefan Flückiger. Die Präsenz eines so grossen Sägewerks in der Schweiz würde den Schweizer Rundholzbedarf hoch halten, zum Wohle der ganzen Waldwirtschaft, so Flückiger. Der gleich danach hinzufügt: «Das geht aber nicht zu jedem Preis.» Die Lieferverträge, die Egger in der letzten Woche auch den Berner Waldbesitzern geschickt habe, seien für einen Kanton mit so hohem Privatwaldanteil nicht akzeptabel. «Die Einstiegspreise sind zu tief», stellt er klar. Wenn zehn Prozent des Schweizer Rundholzes zu einem festen  Preis gehandelt würden, wäre es klar, dass andere Abnehmer auch den tiefen Preis fordern würden, um keinen Wettbewerbsnachteil zu haben. Dies würde aber den Markt ausser Kraft setzen und insgesamt der Waldwirtschaft schaden, ist Flückiger überzeugt. Zudem seien die zugrunde gelegten Indices zuwenig praxiserprobt. Die Berner Waldbesitzer werden ein überarbeitetes Angebot wohlwollend prüfen.

Schweizer Holzzeitung 2012
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