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Wie vermeidet man beim Holztransport teure Leerfahrten? Die Franz Aregger Transporte aus Finsterwald LU hat eine innovative Lösung gefunden. Sie basiert auf einem speziellen Kurz-Holzanhänger.
Leichter Kurzholzzug mit kranverladbarem Anhänger
Huckepack zum Holztransport, das ist es
Wie vermeidet man beim Holztransport teure Leerfahrten? Die Franz Aregger Transporte aus Finsterwald LU hat eine innovative Lösung gefunden. Sie basiert auf einem speziellen Kurz-Holzanhänger.
Die Franz Aregger Transporte in Finsterwald LU transportiert Rundholz mit Rungenfahrzeugen, Hackschnitzel mit Mulden sowie Baustoffe mit Kippern. Beim Kurzholztransport stellt sich das Problem der Leerfahrten, die sich trotz aller Bemühungen, geeignete Rückladungen zu finden, oftmals nicht vermeiden lassen. Da die LSVA sich unter anderem – neben der Schadstoffeinstufung – nach dem zulässigen Gesamtzuggewicht berechnet, sind Leerfahrten mit einem 40-Tonner effektiv so teuer wie Fahrten mit Ladung. Die Franz Aregger Transporte löst das Problem mit einem speziellen Kurzholzzug von Doll Fahrzeugbau aus dem badischen Oppenau. Eine Lösung, von der Vater und Sohn Aregger, die Firmenchefs, begeistert sind.
Pfiffige und sichere Lösung
Bei der Prüfung der Anforderungen an einen neu zu beschaffenden Kurzholzzug stand für Franz Aregger und den Juniorchef, Sohn Ivo, fest, dass neben einem möglichst niedrigen Leergewicht die Verladung des Anhängers mit einem leichten Ladekrantyp möglich sein müsse, um nur für das Zugfahrzeug, einen Dreiachser, die LSVA entrichten zu müssen. Diese geplante Verladung des Hängers auf die Zugmaschine erforderte umlegbare Rungenschemel für die Einhaltung einer Gesamthöhe der Zugkombination von 4,0 Metern. Als Chassis wählten die Areggers einen Mercedes Benz Actros 2548 6x2 mit lenkbarer Nachlaufachse und Vollluftfederung. Für den Aufbau verwendeten die Spezialisten von Doll eine neue Version des geschraubten Hilfsrahmens, der für den Kran am Heck verlängert wurde. Auch die verstärkte Stirnwand aus gekantetem Blech ist verschraubt. Die beiden Stahlschemel sind hydraulisch umlegbar, der erste nach vorn, der zweite nach hinten. Das alles lässt sich vom Kransitz aus bedienen. Als Kran wählten Areggers einen Epsilon M13HPLS mit Doppelausschub mit einem Hubmoment von 127 kNm und 8,30 Metern Reichweite. Über einen Schalter erfolgt die Druckerhöhung der Zweikreisanlage bei gleichzeitiger Verringerung der Arbeitsgeschwindigkeit. Dadurch wird die Verladung des 3,1 Tonnen schweren Anhängers ermöglicht. Zur Erhöhung der Standsicherheit wurden integrierte Stützbalken mit seitlich ausfahrbaren Abstützungen mit einer Abstützweite von 3,90 Metern montiert. Zur Ausstattung, die das Aufbauunternehmen ab Werk einbaute,, zählen weiter Abdeckbleche, Werkzeugkästen, Tankschutz und ein Aufstieg mit integriertem Werkzeugkasten aus Aluminium, zwei Standbalken für die Anhängerräder, Arbeitsscheinwerfer sowie das Wiegesystem «Loadmaster».
Spezieller Kurzholz-Anhänger
Der Zweiachs-Kurzholzanhänger (Typ A 125) hat eine Gesamtlänge von 5,36 Metern, mit Zuggabel sind es 7,26 Meter. Er ist eine komplette Neukonstruktion aus Feinkornstahl, einer gewichtsoptimierten Rahmenstruktur mit im Drehgestellbereich gekröpftem Rahmen. Der neue Unterfahrschutz entspricht samt Spritzschutz den neuesten EU-Anforderungen. Die Zuggabel lässt sich für die Verladung auf den Vorderwagen dank einer Feder nach oben drücken und dann sicher verriegeln. Am Rahmen sind je zwei Griffhaken zum Ansetzen des Krangreifers bei der Verladung angebracht. Die Rungen gleichen optisch denen des Camions, werden hier jedoch pneumatisch umgelegt. Der seitliche Unterfahrschutz aus Alu und Alufelgen tragen zur Gewichtsoptimierung bei, die Rädergrösse 265/70 R 22,5 (statt üblicher 285er) ebenfalls. Zusätzlich ermöglichen diese Massnahmen einen niedrigen Schwerpunkt und damit eine höhere Fahrstabilität. Die Anhänger- Achsen (BPW) haben auf Kundenwunsch Trommelbremsen, die durch ihr geschlossenes System im Forst-Alltagsbetrieb weniger verschmutzen. Der gesamte, voll ausgerüstete Kurzholzzug hat ein Leergewicht von 17,2 Tonnen – die positiven finanziellen Auswirkungen zeigten sich den Areggers bereits auf der Überführungsfahrt. Kein Wunder, sind sie von ihrer Lösung begeistert.
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