Heute Montag, 21. März 2011, ist Internationaler Tag des Waldes, und das im Jahr des Waldes. Lignum Schweiz fordert in einer öffentlichen Mitteilung eine verstärkte Waldnutzung ohne neue Auflagen auf mindestens 80 Prozent der Schweizer Waldfläche. Dies im Interesse eines nachhaltigeren Schweizer Gebäudeparks. In Zukunft gelte es, dort das Potential des nachwachsenden Baustoffs Holz konsequent zu nutzen. Eine Nachhaltigkeits-Perspektive, die nur bis zum Waldrand reicht, genüge nicht.
Mit der Mitteilung reagiert Lignum auch auf die Forderung von Naturschutzkreisen, die die Waldreservate der Schweiz auf 20 Prozent anheben möchten. Waldreservate seien eine legitime Forderung, wie Lignum schreibt, allerdings soll umgekehrt auf allen Flächen, welche nicht dem Schutzwald, dem Naturschutz oder der Erholung zugewiesen sind, Holz auf wirtschaftliche Weise produziert werden können. Lignum will darauf aufmerksam machen, dass nur ein optimal bewirtschafteter Wald nachhaltigen Nutzen für Umwelt und Gesellschaft bietet. Denn «Bau und Betrieb von Gebäuden verbrauchen in unserem Land fast die Hälfte der Energie, die wir gesamthaft benötigen. Energieeffizienz und Klimaschonung sind deshalb keine Luxusanliegen, sondern dringende Notwendigkeiten für ein nachhaltigeres Wirtschaften. Die Nutzung der natürlichen Ressource Wald kann dazu in der Schweiz einen wesentlichen Beitrag leisten», wie es in der Mitteilung heisst.
Seit 2005 ist es in der Schweiz, ohne rigide Einschränkungen, möglich mehrgeschossige Holzbauten zu errichten. Seither hat Holz beim Neubau von Mehrfamilienhäusern zwar aus dem Stand 5 Prozent Marktanteil erobert. Doch diesen Anteil muss eine umwelt- und klimaschonende Schweiz mit einer entschiedenen Vorwärtsstrategie mindestens auf das Doppelte anheben und um das zu erreichen müsse das Holz aus den Schweizer Wäldern konsequent genutzt werden, ohne die nachhaltige Walderhaltung in Frage zu stellen.
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