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17.05.2011 Susanna Vanek

Höchstes Angebot will Abbau der Anlage

Der Gläubigerausschuss hat sich an seiner 6. Sitzung entschieden, das höchste Kaufangebot für die in Konkurs gegangene Sägerei anzunehmen. Damit widersprechen die Wünsche der Gläubiger denjenigen des Kantons, denn der höchste Bieter will die Anlage abbauen. Der Kanton, aber, bevorzugt eine Lösung, bei der die Grosssägerei ihren Standort in Domat/Ems behalten würde. Noch ist nichts entschieden.

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Bild: Susanna Vanek
A vendre: La scierie de Mayr-Melnhof Swiss Timber.

17,13 Millionen Franken, so viel bietet eine Tochtergesellschaft einer österreichischen Unternehmensgruppe der Holzindustriebranche, die in mehreren europäischen Ländern tätig ist, für die konkursitäre Grosssägerei in Domat/Ems. Die Bieterin hat ihr Angebot mit einer Bankgarantie abgesichert. Sie will die Sägereianlage in Domat/Ems demontieren und an einem anderen Standort wieder aufbauen. Der Gläubigerausschuss hat beschlossen, auf dieses Angebot einzutreten. Der Gläubigerausschuss nach auch von einem anderen Kaufangebot Kenntnis, das ebenfalls die Demontage der Anlage vorsieht.

Dass der Kaufinteressent mit dem höchsten Angebot die Anlage abbauen möchte, so viel war schon im Vorfeld des Gläubigerausschusses bekannt gewesen. Am Freitag, 13. Mai 2011 trat aber das Tiroler Unternehmen Egger auf den Plan und bekundete sein Interesse, die Grosssägerei zu übernehmen und am alten Standort weiter zu betreiben. Der Kanton Graubünden ist von dieser Idee sehr angetan und will Holzlieferungen garantieren, damit das Engagement für Egger attraktiv wird. Vertreter der Firma Egger haben ihr Interesse zwar an einer Medienorientierung bekräftigt, bisher aber noch kein schriftliches Kaufangebot eingereicht. Die Verantwortlichen wollen weitere Gespräche mit dem Kanton und der Standortgemeinde führen um die Rahmenbedingungen abzuklären.

Noch bis zum 20. Juni 2011 haben alle, auch solche, die bisher kein Kaufinteresse manifestiert haben, Gelegenheit, weitere Angebote einzureichen. Erfolgt bis dahin kein höheres Angebot, erfolgt der Zuschlag an die Firma, die 17,3 Millionen Franken bietet. Gibt es Interessenten mit einem höheren Angebot, dann kommt es am 27. Juni 2011 zu einer nicht öffentlichen Versteigerung, bei der der Zuschlag an den höchsten Bieter erfolgt.

Die einzige Grundpfandschuldnerin ist die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG. Die Schulden, die Mayr-Melnhof Swiss Timber AG bei ihr hatte, belaufen sich auf 40 Millionen Franken.

Schweizer Holzzeitung 2012
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