BAUEN & MODERNISIEREN (Altbau-Modernisierung)
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Wie soll man Buchenholz nutzen, so lautet eine wichtige Frage der Schweizer Holzkette. Eine Antwort kommt möglicherweise vom deutschen Fraunhofer Institut. Dort wird erforscht, wie man aus Holz, speziell Buchenholz, künftig Ausgangsstoffe für die Herstellung von Plastik.
Biogene Treibstoffe seien für den Hunger in der Welt, für die Regenwaldzerstörung und für verstärkte Kohlendioxid-Emissionen verantwortlichen, lautet ein oft gehörter Vorwurf. Forscher am neuen Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozess CBP erproben nun Verfahren, wie chemische Grundstoffe wie Ethylen, Olefine und Aromate sowie technische Gase und Enzyme aus Holz, Algen oder pflanzlichen Ölen hergestellt werden. So könnten Teile des Erdöls ersetzt werden, ohne auf für die Nahrungs- oder Futteraufnahme vorgesehene Biomasse zurückgreifen zu müssen. In das neue Forschungszentrum fliessen mehr als 45 Millionen Euro, der grösste Teil davon in Anlagen, in denen Prozessdrücken bis 250 bar und Temperaturen bis 750 Grad erreicht werden. Bereits sind mehr als 30 Partner aus Industrie und Forschung in das Projekt eingebunden.
Die Fertigstellung des Zentrums ist für 2012 vorgesehen. Bereits jetzt wird der Aufschluss von Lignocellulose aus Holz erforscht. Dabei wird, anders als in der Papierindustrie, nicht nur ein Bestandteil, die Cellulose stofflich genutzt, sondern auch Lignin, Glukose und Xylose. Diese lassen sich so aufschliessen, dass sie als biobasierte Synthesebausteine für Polymere genutzt ode zu Kunststoff weiterverarbeitet werden können. Favoriten sind dabei Laubhölzer, allen voran Buche.
Die Ausgangsstoffe – Holzhackschnitzel, Rinde, Späne oder Schwachholz – werden im CBP nicht mit Natriumverbindungen, sondern mit organischen Lösungsmitteln bei etwa 200 °C und 20 bar aufgeschlossen. Die gewonnenen Kohlehydratfraktionen dienen dabei als Kohlenstoffquelle für Fermentationen im Massstab von bis zu 10 Kubikmeter.
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