BAUEN & MODERNISIEREN (Altbau-Modernisierung)
Schweizer Messe für Neubau, Umbau, Renovation, schöner Wohnen mehr...
Einer der Schwerpunkte des Winterthurer Stadtrats ist die vermehrte Nutzung erneuerbarer lokaler Energien. Holz aus dem Winterthurer Wald sorgt in mehreren Siedlungen und Liegenschaften für Wärme. Neu spannen das Stadtwerk Winterthur mit den Werkbetrieben Frauenfeld zusammen. Seit Herbst 2010 versorgt eine gemeinsame Energie-Contracting-Anlage das Kulturzentrum Eisenwerk sowie 160 Mietwohnungen.
Wenn der Kunde nicht selber in eine Heizanlage investieren muss, sondern einen Investor eine Anlage erstellen lässt und diesen via den Energiepreis, den er zahlt, amortisiert, die Energie also sozusagen least, dann hat eine ökologische Lösung eine bessere Chance, ist Carlo Parolari, Stadtammann von Frauenfeld, überzeugt. Allerdings ist Energie-Contracting eine kostenintensive Sache. Die Projektierung, der Bau und der Unterhalt von Energieanlagen setzen Erfahrung und spezielles Fachwissen sowie eine rund um die Uhr funktionierende Betreuung voraus. Stadtwerk Winterthur verfüge über die gesamte Contracting-Kette hinweg über Mittel, Kompetenzen und Mitarbeiter. Daher jhaben sie die Werkbetriebe Frauenfeld Stadtwerk Winterthur als Contracting-Partner ausgewählt.
Seit Herbst 2010 wird zusammen ein Energie-Contracting für 160 Neubauwohnungen an der Schmidgasse und dem Mühlewiesenweg betrieben. Heute wurde an einer Pressekonferenz ein positives Fazit gezogen. Für die Werkbetriebe Frauenfeld sei der Aufbau einer eigenen Contracting-Abteilung in absehbarer Zukunft nicht nötig. Die Zusammenarbeit klappe bestens.
Die Heizanlage für die im Minergiestandard von AXA Winterthur und Implenia erstellte Neubausiedlung an der Schmidgasse und am Mühlewiesenweg weist neben der Zusammenarbeit von zwei Werkbetrieben noch eine Besonderheit auf: Sie ist doppelt gesichert. Als Redundanz, bei Ausfällen oder Revisionen der Holzschnitzelanlage, kommt eine Erdgasheizung zum Einsatz. Diese wird auch bei Spitzenlasten automatisch zugeschaltet. Das Erdgas wird von den Werkbetrieben Frauenfeld geliefert und gelangt über ihr Netz in die Heizzentrale. Maximal 20 Prozent der Jahresenergiemenge dürfen mit der Erdgasheizung abgedeckt werden, so will es der Minergiestandard. Die Holzschnitzel stammen aus dem Frauenfelder Wald und werden alle 2 bis 3 Wochen angeliefert. Die Überbauung Schmidgasse/Mühlewiesenweg profitiert somit von Wärme aus CO2-armen Holz und feinstaubarmen Erdgas. Im Vergleich zu einer Erdölheizung werden mit dieser Anlage jährlich 500 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.
Beim Energie-Contracting übernimmt der Contractor die Planung, Finanzierung, den Bau oder Sanierung sowie den Betrieb der Anlage während einer Vertragszeit von 15 bis 30 Jahren. Der Contractor ist Eigentümer der Anlage und liefert der Kundschaft die gewünschte Energie in Form von Wärme, Kälte oder Dampf zu vertraglich vereinbarten Preisen. Im vorliegenden Fall sind die Stadtwerke Winterthur und die Werkbetriebe Frauenfeld gemeinsam Contractoren.
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