BAUEN & MODERNISIEREN (Altbau-Modernisierung)
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Pfeifer glaubt trotz Frankenstärke an den Standort Domat/Ems und evaluiert, wie man die Grosssägerei in Domat/Ems erfolgreich weiterführen könnte. Allenfalls will die Firma dazu Teile der von Klausner im Juni 2011 ersteigerten Anlage weiterverwenden. Deshalb soll Klausner mit dem Abbau zuwarten. Das Konkursamt Imboden reagiert irritiert.
Die Ausgangslage ist nicht ohne: Die eine Firma - Klausner Holz Thüringen -, hat am 27. Juni 2011 für 20,05 Millionen Franken die Anlage der Grosssägerei in Domat/Ems ersteigert, die andere, Pfeifer, erwarb am 22. September 2011 das Baurecht. Die einen hatten also die Anlage, die anderen das Recht, auf dem Areal tätig zu sein. Beide Unternehmen wollten informieren, wie es weiter gehen soll.
Die Firma Pfeifer hat heute an einer Medienorientierung mitgeteilt, dass sie prüfe, am Standort in Domat/Ems weiterzusägen. Der Entscheid soll im Sommer fallen. Der Geschäftsführer von Pfeifer, Ewald Franzoi, betonte, man wolle die Fehler, die in Domat/Ems gemacht wurden, vermeiden. Ein erneutes Scheitern sei für alle Beteiligten schlecht. Was Domat/Ems für Pfeifer interessant macht ist, dass die Versorgung mit Rundholz gesichert scheint. Franzoi sprach damit einerseits die Verträge an, die Egger, Holzproduzenten offerierte, und die im Bündnerland grossen Anklang fanden, sowie die Reaktivierung der Bündner Holzmarktkommission. Die Politik sei sich bewusst, wie wichtig das Sägewerk volkswirtschaftlich sei. Franzoi sagte bei dieser Gelegenheit, dass er nicht nein zu Subventionen sagen würde, dass solche Versprechungen eine kleine Rolle für sein Unternehmen spielen. Wichtig sei, dass eine Firma ein funktionierendes Geschäftsmodell habe. Pfeifer habe deswegen mögliche Standorte, die mit Subventionen gelockt hatten, nicht berücksichtigt. Weiter lobte Franzoi die gute Infrastruktur in Domat/Ems.
Franzoi führte weiter aus, dass man deutlich weniger Holz einschneiden wolle als Mayr Melnhof Swiss Timber. Er geht davon aus, dass eine Menge von 300 000 Festmetern pro Jahr realistisch sei. Bei weniger Festmetern sei die Infrastruktur zu teuer.
Pfeifer prüft, ob er Teile der von Klausner ersteigerten Anlage weiterverwenden kann. Es ist mit Klausner darum überein gekommen, dass letzterer den Abbau vorerst sistieren soll. Dies geschah allerdings ganz offensichtlich ohne Absprache mit dem Konkursamt Imboden und dessen Leiter Beat Caluori, der der Medieneinladung beiwohnte. Er war davon ausgegangen, dass beide Unternehmen die mit dem Konkursamt geschlossen Verträge und Verpflichtungen einlösen würden. So sieht ein Vertrag vor, dass Klausner die Anlage bis Ende Januar 2012 hätte abbauen müssen. Macht sie das nicht, wäre eine monatliche Nutzungsgebühr von 29 166 Franken fällig. Dem Konkursamt liegt derzeit ein Abbauplan von Klausner vor, der einen Abbau ab August 2012 vorsieht. Im März 2013 wäre dieser abgeschlossen. Das Konkursamt hat noch nicht entschieden, ob es diesen Zeitplan, der den Abschluss des Konkursverfahrens auf unbestimmte Zeit verzögert, zustimmt.
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