02.03.2012 | zvg

Diverse Aktivitäten von Forstunternehmer Schweiz FUS

Der Forstunternehmerverband ist sehr aktiv. Unter anderem stellt er Forderungen an den Bund, unsterstütz die im November lancierte Bafu-Kampagne «Stolz auf Schweizer Holz», hat eine neue Website und ist jetzt auch auf Facebook präsent.

Bild: Susanna Vanek
Die Forstuntehmer Schweiz sind jetzt auch auf Facebook.

Einen weiten Bogen um den Wald soll die Biodiversitätsstrategie machen. Das fordert der Forstunternehmerverband vom Bund in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung über die Schweizer Biodiversitätsstrategie. FUS äusserte folgende Bedenken:

  1. Als Kenner des Waldes vermuten wir, dass allfällige Biodiversitäts-Defizite im offenen Land bzw bei der Landwirtschaft liegen, und nicht im Wald. Trotzdem sind die Zielsetzungen im Wald sehr konkret, und in der Landwirtschaft vergleichsweise diffus.
    Der Wald soll nicht für Defizite anderswo herhalten. Also keine Wald-Reservate zur Kompensation von Überbauung und Intensiv-Landwirtschaft!
  2. Es droht zuviel Extensivierung – entgegen dem (umfassenden) Öko-Trend: Der konservative Schweizer Waldnaturschutz will weit mehr Reservate schaffen und nicht nachgefragte Holzarten fördern, als alle umliegenden Länder. Das schmälert nicht nur unsere Rohstoffbasis, sondern steht auch im Widerspruch zur umfassenden Ökologie, die sich bis zur Wahl der Baustoffe und Energieträger erstreckt – und deshalb dem Holz steigende Bedeutung zumisst.
FUS fordert deshalb, dass der Wald aus der Biodiversitätsstrategie ausgeklammert wird:

«Obwohl die Forstunternehmer auch Unterhalts-Aufträge im Naturschutz ausführen, überwiegt in unseren Reihen doch die Sorge, dass die Schweizer Waldbewirtschaftung noch weiter extensiviert werden soll. Und dies in einer Zeit, da der Hausbau (Minergie P Eco; 2000 Watt-Gesellschaft) ebenso nach Holz aus der Region ruft, wie die Energiepolitik – und seit dem Atomausstiegsbeschluss noch mehr. Wir betrachten deshalb die Biodiversitäts-Strategie im Bereich Wald als falsches Signal.

Nicht nur die Holznachfrage, sondern auch der hervorragende Stand der Waldbewirtschaftung in der Schweiz setzen ein grosses Fragezeichen zum Bedarf nach noch mehr Biodiversität im Schweizer Wald. Zahlreiche Mitglieder unseres Verbandes waren schon in anderen europäischen Ländern forstlich tätig: Sie wissen wovon sie sprechen, wenn es um den ökologisch sehr guten Zustand der Schweizer Wälder geht.

Der Verband Forstunternehmer Schweiz fordert die Rücknahme und Sistierung der Strategie Biodiversität Schweiz im Bereich Wald, bis die Strategien zur Energie-, Klimapolitik sowie die überarbeitete Ressourcenpolitik Holz vorliegen.»

Wichtige Projekte

FUS unterstützt die im November lancierte BAFU-Kampagne «Stolz auf Schweizer Holz». Er ruft die Mitglieder auf, das Kampagnen-Material zu bestellen und im eigenen Betrieb zu verwenden. Ferner wird FUS am 21. März auf dem Bundesplatz dabei sein, wenn dort im grossen Rahmen Forst-und Holzprodukte gezeigt werden.

FUS wirkt in der neuen Task Force «Wald+Holz+Energie» mit, die vor wenigen Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Zusammenschluss aller Rohholz-Verbraucher (Säger, Papier- und Holzwerkstoffproduzenten, Wärme, Papier- und Stromproduzenten) soll die Nutzfunktion des Waldes stärker ins Bewusstsein rufen – und unterstützen.

Am 19.12.11 wurde die neue Website www.fus-efs.ch aufgeschaltet. Dort sind auch die Tarife und die Löhne und Anstellungsbedingungen für 2012 zu finden. Gemeinsam mit Holzindustrie Schweiz befasst sich FUS mit der Nützlichkeit der Sozialen Medien (Facebook, Twitter etc) für die Branche. Wenige Mitglieder erst sind mit Firmen-Seiten auf Facebook, doch zahlreiche Personen aus Forst-Unternehmungen und auch vom Forstdienst bewegen sich in diesem Netz – und wöchentlich werden es mehr.

FUS freut sich, wenn die Freunde der Schweizer Forstwirtschaft auf Facebook die Seite «Forstunternehmer Schweiz» aufrufen, und mit «gefällt mir» unterstützen.

Schweizer Holzzeitung 2013
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