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Nationalpark nein danke - so die Meinung der Holzbranche in Rheinland-Pfalz. Ein möglicher Park in der Hunsrück-Landschaft stösst auf den Widerstand der Holz- und Sägewerksbetriebe.
Über 400 Arbeiter aus der Holzbranche haben in Morbach DE am Montag protestiert. Das Städtchen in Rheinland-Pfalz liegt in der Landschaft des Hunsrücks. Dort soll nach Überlegungen der Bundesregierung womöglich ein Nationalpark entstehen. Das Städtchen Morbach zählt rund 10 000 Einwohner. Die Holzbranche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und vor Ort stark vertreten. Neben Zimmereien und Schreinereien ist in Morbach unter anderem auch die Juwi-Gruppe ansässig. Mit einem Jahresumsatz von knapp 400 Millionen Euro und über 400 Mitarbeitern deckt die Firma zahlreiche Kompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien ab. Neben Wind- und Solaranlagen betreibt sie in Morbach eine Pellet-Fabrikation. Am anderen Ende der Pelletkette stehen Firmen wie die Firma Uwe Umwelt und Energie, ein Grosshändler für Holzfeuerungen.
Rheinland-Pfalz steht unter Druck: Ausser Baden-Württemberg ist es das einzige Bundesland, dasbisher noch keinen Nationalpark bestimmt hat. Falls sich die Regierung für den Nationalpark auf dem Hunsrück entscheidet, befürchten Vertreter der lokalen Holzindustrie einen Abbau von bis zu 1000 Arbeitsplätzen. Auf einer Informationsveranstaltung liess die Gemeinde verlauten, auf 75 Prozent der Parkfläche dürfte gar kein Holz mehr gefällt werden. Die örtliche Wirtschaft würde damit einen harten Schlag erleiden. Optimistischer ist man bei der rot-grünen Landesregierung eingestellt: Ein Nationalpark würde der Region mehr Tourismus bringen, heisst es.
Die Landesregierung bevorzug bei der Suche nach dem Park-Areal waldreiche Gebiete. Auch die Pfalz steht zur Debatte. Die Forstwirtschaft bietet auch dort zahlreiche Arbeitsplätze, nennenswerte Alternativen sind selten. Egal, für welchen Standort man sich in Mainz entscheidet, die deutsche Forstwirtschaft wird sich kaum freuen (ms).
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